13.
Dez 2020

Weihnachtsbrief

Liebe Leserin, 

lieber Leser,

wir haben den 3. Advent, noch eine Plenarwoche und dann das Weihnachten. Seit 2002 haben mich die Menschen des Kreises Viersen immer wieder direkt in den Deutschen Bundestag gewählt. Das war und ist mir eine große Ehre. Als direkt gewählter Volksvertreter habe ich immer das große Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger erhalten. Dies ist nun mein 18. und auch letzter Weihnachtsgruß an die vielen Unterstützer für dieses spannende Mandat im Heimatkreis. 

In den vergangen Legislaturen ist viel passiert. 2002 noch in der Opposition gestartet, stellt die Union seit 2005 mit Dr. Angela Merkel die Bundeskanzlerin und damit eine unionsgeführte Bundesregierung. Wir haben die Massenarbeitslosigkeit gesenkt, die Weltwirtschafts- und Finanzkrise im Jahr 2008 überwunden und auch in kritischen Phasen den Zusammenhalt der europäischen Union gestärkt. Wir gaben geflüchteten Menschen Schutz in unserer Heimat. Dabei muss auch heute klar sein: Wir schützen die Opfer, nicht die Täter.  

Seit März dieses Jahres stehen wir im Kampf gegen die globale Corona-Pandemie, die unser Leben, das Wirtschaften und unser Miteinander radikal verändert hat. Anstand durch Abstand, Kontaktvermeidung und Hygieneregeln als Schutz für ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen gehören nun zu unserem Alltag. Das Jahr 2020 hat uns allen sehr viel abverlangt. Die Corona-Pandemie hat die Welt in Atem gehalten. Weihnachten steht vor der Tür und vieles wird in diesem Jahr anders sein. Vorweihnachtliche Besuche auf Weihnachtsmärkten, fröhliche Weihnachtsfeiern mit Freunden und Kollegen, Zusammenkünfte mit der Familie, das alles wird es in diesem Jahr nur in sehr eingeschränkter Form geben. Einige werden sogar ganz darauf verzichten müssen. Das schmerzt sicherlich, auch mich. Wir kommen aber nur solidarisch durch diese Krise und das auch nur wenn jeder seinen Beitrag leistet.

Gemeinsam sind wir stark. Denn Gemeinwohl kann nur leben, wenn wir aufeinander Acht geben. 

Sehr bewusst habe ich bei der letzten Bundestagswahl  entschieden und dies auch klar gesagt, dass ich nicht erneut antreten werde. So möchte ich diesen Weihnachtsgruß auch mit einem Zeichen der Hoffnung beenden, dass wir als Christliche Demokraten immer auf der Seite des Menschen stehen; dass wir zusammenführen, wenn andere polarisieren und radikalisieren. Das Kind in der Krippe zeigt uns, an wessen Seite wir im politischen Alltag stehen. Das „C“ steht für Christus, nicht für Caesar. Daran werden wir gemessen. Werden wir diesem Anspruch gerecht oder begeben wir uns in die Tretmühle alltäglicher Machtspielchen.

Ihnen allen danke ich für die Ehre dieses Mandates und wünsche -trotz aller derzeitigen Unsicherheiten- ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr 2021.