16.
Dez 2019

Verkehrsprojekte im Kreis Viersen nehmen Fahrt auf

Uwe Schummer, direkt gewählter Bundestagsabgeordneter des Kreises Viersen, informierte sich beim Vorstandsmitglied der Deutschen Bahn, Ronald Pofalla, über den Sachstand unterschiedlicher Verkehrsprojekte im Kreis Viersen. Pofalla sagt Schummer Unterstützung zu. Bei dem Gespräch ging es um den zweigleisigen Ausbau zwischen Kaldenkirchen und Dülken, die Probleme auf der Strecke des RE 10 und die Verlängerung der Regiobahn. Werner J. Lübberink, Konzernbevollmächtiger der Deutschen Bahn für Nordrhein-Westfalen, nahm auch an dem Gedankenaustausch teil und nahm den Prüfauftrag, wie die Deutsche Bahn bei der Verlängerung der Regiobahn unterstützen kann, direkt entgegen. Uwe Schummer will diese Möglichkeit der Unterstützung nun an Landrat Dr. Andreas Coenen herantragen, der das Projekt federführend betreut. 

Der Bundestagsabgeordnete überreichte den Vertretern der Bahn aber auch Unterlagen der Stadt Viersen, die zur Begleitung des zweigleisigen Ausbaus zwischen Kaldenkirchen und Dülken einen eigenen Arbeitskreis gegründet hat.
Unterlagen, damit die Bahn über die Vorschläge der Stadt Viersen zur Vermeidung der „Viersener Kurve“ aus erster Hand informiert ist. Schummer bekräftigte noch einmal seine Forderung, den auch für Personenverkehr sinnvollen zweigleisigen Ausbau von der „Viersener Kurve“ zu entkoppeln. Deren Notwendigkeit sei zweifelhaft. Pofalla und Lübberink wollen hierzu Kontakt mit den Niederlanden und dem Bundesverkehrsministerium aufnehmen. Insbesondere auch, damit der Ausbau nun Fahrt aufnimmt. Der Bundestag hatte jüngst beschlossen, dass das Infrastrukturprojekt ein Projekt von bundesweit sieben ist, für die ein beschleunigtes Verfahren gilt. „Unser gemeinsames Ziel muss es sein, dass das Projekt nun endlich Fahrt aufnimmt. Der Kreis Viersen hat zahlreiche Auspendler, aber auch Einpendler, die von der Umsetzung erheblich profitieren würden. Ganz nebenbei wäre dies auch ein immenser Beitrag zum Klimawandel“, so der Abgeordnete. Gemeinsames Ziel von Bahn und Politik ist es, die Maßnahme im Frühjahr in die Jahresplanung der Bahn zu bringen. Hierbei ist entscheidend, dass auch grenzüberschreitend zusammengearbeitet wird. 


Beim Thema RE 10 und ihrer Wichtigkeit für den Pendelverkehr zwischen Kempen, Krefeld und Düsseldorf sind sich Uwe Schummer, Ronald Pofalla und Werner Lübberink einig, dass die bisher bewilligten 400.000 Euro für die Sanierung nur ein erster Schritt sein kann. Die Gesamtkosten werden in einem hohen zweistelligen Millionenbereich sein. In den letzten Jahren monierte der Bundestagsabgeordnete auch, dass beim Betreiber aufgrund fehlenden Personals immer wieder Ausfälle zu beklagen waren. Im Gespräch unterstrichen die Vertreter der Bahn, dass sie die Strecke mit einer Vorlaufzeit bis sechs Monaten vollständig übernehmen könnten, um schnelle Abhilfe zu schaffen. Im nächsten Jahr ist eine neue Ausschreibung dieser Strecke angedacht. 


„Es freut mich, dass ich die Verkehrsprojekte meines Heimatkreises ganz gezielt in die Führungsetage der Deutschen Bahn einbringen konnte. Mir war es wichtig aufzuzeigen, dass der Niederrhein die Umsetzung dieser Maßnahmen benötigt. Es ist ein wichtiger Standortfaktor für unsere Region, aber zugleich ist ein gutes Mobilitätsangebot auch ein Gewinn an Lebensqualität für die Bürger des Kreises Viersen“, so Uwe Schummer.