admin
27.
Mär
2020

Ver-rückte Zeiten durch Corona

Wie im ganzen Land – auch die Plenarwoche ist alles andere als normal. Schon am Sonntag fand die Bundesvorstandssitzung der CDA über eine Telefonkonferenz statt. Das Corona-Virus hat ebenso die Abläufe des Deutschen Bundestages massiv verändert. Schon seit einer Woche arbeiten mein Team und ich aus dem Home Office, um die sozialen Kontakte so gering wie möglich zu halten und Infektionsketten zu verhindern. Am Montag besprechen wir eine umfassende Kurzübersicht über die Bund-Länder-Hilfen zu den wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Corona-Virus, die ich mit dem Landtagsabgeordneten Dr. Marcus Optendrenk aufgesetzt habe. Unter folgendem Link ist diese einsehbar. Auch erreichen mich sehr viele Bürgeranliegen aus der Heimat, die ich gemeinsam mit meinem Team beantworte. Dies wird in den nächsten Tagen die meiste Zeit in Anspruch nehmen. So melden sich Kreis Viersener, die im Urlaub gestrandet sind, Unternehmer, die Fragen zu dem Hilfspaket haben oder Landwirte, die Angst um ihre Ernte haben. Die Auswirkungen des Virus bekommen ein ganz konkretes Gesicht.  

Am Dienstagmorgen nehme ich an der Telefonkonferenz der Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales teil. Auch das ist eine Premiere. Wir besprechen die anstehenden Gesetze mit den Hilfemaßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus. Das Bundeskabinett hat einen Rettungsschirm in Höhe von rund 600 Milliarden Euro geschnürt; zudem werden neue Schulden von 156 Milliarden Euro aufgenommen. Der Deutsche Bundestag stimmt am Mittwoch mit großer Mehrheit dafür. Auch die Namentliche Abstimmung verläuft in diesen Zeiten anders: Um Ansteckungen zu vermeiden, sind die Abstimmungsurnen in der Lobby des Bundestages aufgebaut und nicht – wie sonst – im Plenarsaal. Wir werden alphabetisch zur Abstimmung gerufen. 

Am Donnerstag arbeite ich die E-Mails und Briefe im Bundestagsbüro auf; sodass mit meinem Team alle Vorgänge abgeschlossen sind. Danach fahre ich in die Heimat. Nun geht es für meine Mitarbeiter und mich wieder ins Home Office.