28.
Jul 2021

Schummer und Bilger: Im Dialog mit dem VdK-Kreisverband Ludwigsburg

„Inklusion ist nicht nur ein Menschenrecht, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“. Dies sagte Frau Claudia Lychacz, Behindertenbeauftragte des Landkreises Ludwigsburg, in der Diskussionsrunde zum Bundesteilhabegesetz (BTHG) im inklusive Restaurant Holderbüschle.

Eine positive Entwicklung für inklusive Betriebe zeigt sich im Restaurant Holderbüschle. Dort arbeiten behinderte und nicht behinderte Mitarbeiter gemeinsam. Menschen mit Handicap wird im Rahmen eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisses eine berufliche Perspektive geboten: Menschen mit Behinderung erfahren Teilhabe statt Ausgrenzung. Frau Dr. Bester, theologischer Vorstand der Stiftung Karlshöhe, machte deutlich, dass ein humaner Arbeitsplatz auch eine politische Entscheidung ist: Inklusionsunternehmen müssen gewollt sein.

„Das BTHG war ein wichtiges Thema der letzten Legislatur. Es braucht einen langen Prozess, damit das Gesetz in Kommunen und mit den Behindertenverbänden weiter entwickelt werden kann. Heute noch existiert ein Flickenteppich an Kompetenzen in den einzelnen Bundesländern. Ziel muss sein, dass ein Mensch mit Behinderung die Unterstützung bekommt, die er braucht; dabei soll der Mensch im Mittelpunkt stehen“, betonte Uwe Schummer MdB.

Fragen aus dem Publikum beschäftigten sich mit der Zwangsverrentung nach 25 Jahren Werkstattarbeit bei der Menschen ausgesondert werden und ihre sozialen Kontakte und Struktur  verlieren. Uwe Schummer MdB sicherte zu, dies prüfen zu lassen. 

Nicht nur Arbeitsplätze für Menschen mit Handicap standen im Mittelpunkt der Diskussion. So sprach Steffen Bilger MdB auch von integrativer Mobilität. Bahnhöfe und Bushaltestellen müssen barrierefrei werden. Vom Zugang zum Bahnhof bis zum Kauf des Tickets und der Fahrt; Barrierefreiheit muss gewährleistet sein.