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03.
Mai 2020

Interview mit dem Domradio: Die Coronawirtschaftskrise schaffen wir nur gemeinsam. Zum Tag der Arbeit.

Foto: Steven Vangermain

Von Angela Krumpen

Uwe Schummer, MdB, hat sich seit der christlichen Arbeiterjugend zeitlebens für Arbeitnehmer engagiert. Eine Sendung zum Tag der Arbeit in der Coronawirtschaftskrise mit dem ehemaligen Büroleiter von Norbert Blüm.

Da wir zurzeit die Sendung Menschen online aufzeichnen, sitzen Uwe Schummer, MdB der CDU und ich zwar beide räumlich nur ein paar Kilometer entfernt, aber an getrennten Bildschirmen am Niederrhein. Die Sendung habe ich zum 1. Mai, dem Tag der Gewerkschaften, dem Tag der Solidarität angefragt. Wer zusammensteht, buchstäblich auf der Straße zusammensteht, wird wahrgenommen.

Jetzt aus der Gewerkschaft auszutreten wäre, wie im Hochwasser sein Boot wegzuwerfen

Tja, das mit dem zusammen auf der Straße stehen geht heute, Corona sei es geklagt, so gar nicht. Dass mit viel Kreativität und trotz Ausgangssperre im Internet weiter protestiert wird, freut Uwe Schummer. In der Sendung findet er ein eindrückliches Bild dafür wie notwendig Gewerkschaften gerade jetzt sind: „Jetzt aus der Gewerkschaft auszutreten wäre, wie im Hochwasser sein Boot wegzuwerfen“.

Auf die Frage, wie er denn die Ausmaße der Wirtschaftskrise einschätze, redet Uwe Schummer nichts klein oder gar schön. Er ist sich aber sicher, dass „nach der Krise, vor dem Aufschwung“ sei, ist überzeugt, dass wir im reichen Deutschland alle Mittel haben, um diesen Aufschwung gemeinsam in den nächsten Jahren zu bewältigen.

Vorbild Norbert Blüm

„Norbert Blüm war eine Jahrhundertgestalt der Sozialpolitik“ sagt Uwe Schummer. Der kürzlich verstorbene ehemalige Arbeitsminister hatte Uwe Schummer zu seinem Büroleiter gemacht, ihm die CDA, die Arbeitnehmervertretung der CDU nahegebracht und ihn überhaupt für die Politik gewonnen.  

Uwe Schummer berührt das Bild des 80jährigen Blüms, der im Flüchtlingslager in Idomeni im Schlamm solidarisch zeltete, besonders.  Warum die letzte Email von Blüm, die Schummer kurz vor dessen Tod, erreichte, so typisch war und gerade deswegen die Welt ein bisschen gerechter machte? Erzählt Uwe Schummer Ihnen in der Sendung.

Auswandererkind und 400 Meterläufer

Uwe Schummer wurde in Australien geboren, wohin seine Eltern aus dem Nachkriegsdeutschland aufbrachen, um am anderen Ende der Welt ihr Glück zu suchen. In Australien aber war das Leben so hart, dass die Familie zurückkehrte, beim Aufwachsen in Deutschland erlebte Uwe Schummer, wie seine Eltern ihr Glück am Niederrhein fanden. Welche Rolle dabei ein guter Beruf und ein eigener Garten spielte? Erzählen wir in der Sendung.

Als junger Mann hatte es Uwe Schummer in den Olympia-B-Kader der Leichtathleten geschafft. Die Freude, als Schlussläufer in der 400 x 400 Meter Staffel die Leichtathletikmeisterschaft über die Ziellinie zu bringen, sprudelt in der Sendung noch mal auf und man versteht, warum Uwe Schummer, sagt: „ohne die Erfahrungen als 400 Meterläufer hätte ich in der Politik keinen Erfolg gehabt.“

Alle zusammen, Gewerkschaften, Arbeitgeber*innen und die Politik, ist Uwe Schummer zum Tag der Arbeit überzeugt, schaffen wir es, dass diese Krise endlich auch dazu diene, die Arbeiter*innen und Arbeitnehmer*innen an der Vermögensbildung zu beteiligen.  Wie? Hören Sie am besten selbst.

Hier geht es zum Interview: https://www.domradio.de/radio/sendungen/domradio-menschen/uwe-schummer-die-coronawirtschaftskrise-schaffen-wir-nur-gemeinsam