15.
Apr 2019

Grenzüberschreitender Austausch – auch beim Pferdesport

Die Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann, Stefan Rouenhoff, Patrick Schnieder, Reinhold Sendker, Wilfried Oellers sowie der heimische Parlamentarier Uwe Schummer haben sich mit einem gemeinsamen Schreiben an den Botschafter des Königreichs der Niederlande in Deutschland, Wepke Kingma, gewendet. Nach einer EU-Verordnung und der derzeitigen niederländischen Rechtspraxis können deutsche Pferdebesitzer mit ihren Tieren nur dann in die Niederlande einreiten, wenn ein entsprechendes Gesundheitszeugnis vorliegt, das maximal 48 Stunden vorher ausgestellt wurde und deren maximale Gültigkeit zehn Tage beträgt. Die Ausstellung des Gesundheitszeugnisses muss durch einen Amtstierarzt erfolgen. Die Kosten belaufen sich auf bis zu 200 Euro pro Pferd; bei einem Rechtsverstoß muss mit einer Strafe von bis zu 500 Euro pro Pferd gerechnet werden.

Diese Praxis betrifft jährlich mehrere tausend deutsche Pferdebesitzer. Umgekehrt wird auf deutscher Seite auf die Vorlage von Gesundheitszeugnissen verzichtet, sofern die niederländischen Pferde weniger als 24 Stunden in Deutschland verbringen. „Gerade vor dem Hintergrund des engen gesellschaftlichen und politischen Austausches zwischen Deutschland und den Niederlanden sollten wir das Ungleichgewicht beheben. Ein zwischenstaatlicher Vertrag – wie er bereits zwischen Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Frankreich besteht – sollte auch von uns in den Blick genommen werden, damit die Vorlage von Gesundheitszeugnissen für deutsche und niederländische Turnier-, Freizeit- und Kutschpferde überflüssig wird“, betont Uwe Schummer.