09.
Okt
2020

Fratelli tutti

Am Montag reise ich mit dem ICE in die Bundeshauptstadt. Im Deutschen Bundestag werden die Corona-Regeln verschärft. Gut, dass wir in den letzten Monaten im Berliner Büro mit Homeoffice und Abstand schon vieles organisiert haben. Um 13:30 Uhr beginnt die Anhörung zum Arbeitsschutzkontrollgesetz. Als Berichterstatter für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion geht es mir um die Abgrenzung zwischen dem kleinen Metzgerhandwerk und der industriellen Schlachterei. Anschließend tagt der Fraktionsvorstand. Der Dienstag startet mit der Sitzung der Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales. Dabei berichte ich über die Anhörung zum Arbeitsschutzkontrollgesetz. Mittags leite ich die Sitzung der CDU/CSU-Arbeitnehmergruppe im Deutschen Bundestag. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Hermann Gröhe, gibt uns einen aktuellen Stand zum Lieferkettengesetz. Wir wollen weltweit faire Arbeitsbedingungen – Kinder gehören hinter die Schul- und nicht hinter die Werkbank. Abends tagt die Unionsfraktion.

Mittwoch trifft sich der Ausschuss für Arbeit und Soziales. Ein Thema ist die Ratifizierung der erneuerten Europäischen Sozialcharta. Mittags nutze ich die Zeit, um mit meinem Mitarbeiter Julian Schwerdt Bürgeranliegen, Themen und Termine zu besprechen sowie einen Gastbeitrag zur neuen sozialen Enzyklika Fratelli tutti von Papst Franziskus zu verfassen. Er wird bei Focus online veröffentlicht. Mit Stefan Albani MdB führe ich ein Gespräch über Weiterbildung. Weitere Gesprächspartner sind Vertreter der Gewerkschaften. Anschließend nehme ich an einer Debatte zur Sozialpolitik im Plenum teil. 

Donnerstagmorgen freue ich mich über eine Besuchergruppe des Clara-Schumann-Gymnasiums aus Viersen. Aufgrund der Corona-Pandemie können wir nicht die Liegenschaften des Deutschen Bundestages besichtigen, wir diskutieren am Spreeufer mit ausreichend Abstand an der frischen Luft aktuelle politische Themen. Die Schüler sind mit viel Engagement dabei. Anschließend nehme ich an Debatten zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz sowie zur Tarifpolitik im öffentlichen Dienst teil. Gegen Mittag telefoniere ich mit einem früheren Willicher Bürger, der heute Tourismusbeauftragter der ÖVP in Tirol ist, über Maßnahmen gegen die Coronakrise. Gegen 17:30 Uhr findet eine Namentliche Abstimmung zur Änderung des Bundeswahlgesetzes statt. Danach debattieren wir die Europäische Sozialcharta. Der Freitag beginnt mit einer Namentlichen Abstimmung zum Bundeswahlgesetz. Anschließend bespreche ich mit meinem Mitarbeiter Oliver Zoufall Bürgeranliegen aus dem Heimatkreis. Ein Thema ist die Versorgung mit Medikamenten. Bis 17 Uhr bin ich im Plenum. Samstag reise ich mit dem ICE in die Heimat.