15.
Mär 2012

Ein Traum wird Wirklichkeit

Viersen. Es ist zwar noch eine Weile hin, aber dem 15 jährigen Björn Gieß ist das Leuchten heute schon in den Augen anzusehen, wenn er über seinen Traum spricht. Dieser wird ab Ende August Wirklichkeit umgesetzt werden. Der Schüler der Liebfrauenschule Mülhausen wird für fast Jahr bei einer Gastfamilie in den Vereinigten Staaten von Amerika leben.

Wo es hingeht weiß er heute noch nicht: „ Das entscheidet sich wohl erst im Mai. Aber New York oder eine andere Großstadt wären schon aufregend“, so Björn Gieß. Der Aufenthalt von Björn wird durch das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) des Deutschen Bundestages ermöglicht. Seine Pate, der heimische Bundestagsabgeordnete Uwe Schummer, freute sich darüber, Björn kennenzulernen und gemeinsam mit dem Grefrather Bürgermeister, Manfred Lommetz, über die Erwartungen und Wünsche des Teenagers an seinen bevorstehenden Auslandsaufenthalt zu sprechen.

Die Vorfreude des „jungen Botschafters“ ist riesengroß. „Besonders freue ich mich auf meine Gastfamilie und das Kennenlernen neuer Menschen. Ich glaube, die Menschen in Amerika sind ruhiger, freundlicher und entspannter“, schmunzelt Björn. Björn ist sich ziemlich sicher, dass das Amerika mit seinen Hollywoodgeschichten, die man im Fernsehen sieht, noch viele weitere Seiten zu bieten hat, welche er während seines Aufenthalts erleben will.

Die beiden Politiker sprachen mit Björn aber auch über die anstehenden Wahlen in den USA. „Ich bin wirklich gespannt auf die Wahlen im November und freue mich sehr darauf, den Wahlkampf und den Wahlabend in den Staaten miterleben zu können,“ so der Schüler. Für Schummer ist es nun die 15. Patenschaft seit seiner Wahl in den Deutschen Bundestag im Jahre 2002. Uwe Schummer ist sich sicher, dass auch Björn ein „erstklassiger Botschafter“ für den Kreis Viersen sein wird. „Neben guten Noten ist für meine Entscheidung über die Patenschaft wichtig, was die jungen Menschen auch außerhalb der Schule leisten“, so der Abgeordnete. Björn lernt in einer AG der Liebfrauenschule chinesisch und hat bereits als Kind bundesweit bei Auftritten von Rolf Zuckowski mitgewirkt.

Auch Mutter Christiane Gieß freut sich sehr für ihren Sohn. „Obwohl 10 Monate eine lange Zeit sind. Aber dank Skype und Facebook können wir uns ja regelmäßig austauschen.“ Seine beiden Geschwister halten für die Zeit des Auslandsaufenthalts von Björn die Stellung im Hause Gieß.

Der Schüler hat auch schon Pläne für die Zeit nach seinem Aufenthalt in den USA. „Sehr gut könnte ich mir vorstellen, etwas mit Wirtschaft zu studieren.“ Björn ist sich sicher, dass der Aufenthalt für das spätere Studium und Berufsleben eine gute Referenz ist.

Hintergrund: Das Parlamentarische Patenschafts-Programm – kurz PPP genannt – wurde 1983 aus Anlass des 300-jährigen Jubiläums der ersten Auswanderung Deutscher nach Amerika gemeinsam vom Deutschen Bundestag und dem Kongress der USA ins Leben gerufen. Dieses Austauschprogramm ermöglicht jährlich jeweils ca. 350 deutschen und

amerikanischen Jugendlichen und 75 jungen Berufstätigen einen einjährigen Aufenthalt im Gastland. Eine Besonderheit des Programms ist, dass Abgeordnete des Deutschen Bundestages eine Patenschaft für jeden deutschen und jeden amerikanischen Jugendlichen übernehmen. Dadurch unterscheidet es sich wesentlich von anderen Austauschprogrammen.