admin
26.
Jun
2020

Christliche Demokraten und 75 Jahre Politik in Verantwortung vor Gott und den Menschen

Die Idee, eine christliche Volkspartei zu bilden feiert in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag. Auf dem „Essener Kongress“ der Christlichen Gewerkschaften von 1920 formulierte ihr Generalsekretär Adam Stegerwald, dass für die Stabilisierung der Weimarer Republik eine starke von katholischen und evangelischen Christen geprägte Volkspartei sorgen müsse. Neben den wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen gehe es um die „seelische Festigung der Menschen.“ – Sein Aufruf verhallte.

Nach dem Scheitern der „Weimar Republik“ wurde die Idee in den Widerstandskreisen zum Naziterror neu aufgegriffen. Jakob Kaiser gründete die CDU in der sowjetischen Zone, Adam Stegerwald die CSU in der amerikanischen Zone, Karl Arnold und Hans Katzer bildeten christdemokratische Kreise in der britischen Zone. Die „Kölner Leitsätze“ von 1945 waren der Gründungsaufruf. Die Union sollte Sammlung sein, die in christlicher Verantwortung die Kräfte des Volkes zusammenführt. Programmatischer Ansatz war der „Christliche Sozialismus“, den Gemeinsinn und Solidarismus prägen sollte, nicht die marxistische Klassenideologie. 1947 formulierten Karl Arnold und Konrad Adenauer das „Ahlener Programm“ indem das machtverteilende Prinzip und die Vergesellschaftung der Schlüsselindustrien verankert wurde. 1949 endete die programmatische Gründungsdebatte mit der „Düsseldorfer Erklärung“ in der die „Soziale Marktwirtschaft“ als eigenständiger mittlerer Weg zwischen Kollektivismus und Kapitalismus positioniert wurde. Mit diesem Modell stellt die Union seit über 50 Jahren die Weichen für die demokratische Entwicklung Deutschlands in einem geeinten Europa.