20.
Mai 2020

Bessere Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie auf den Weg gebracht

Foto: Christian Thiel

Am heutigen Mittwoch hat das Bundeskabinett angesichts der Missstände in weiten Teilen der Fleischindustrie eine Verschärfung der Arbeitsschutzvorschriften und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen beschlossen.

Dazu erklärt Uwe Schummer MdB und Vorsitzender der CDU/CSU-Arbeitnehmergruppe im Deutschen Bundestag: „Wir wissen nicht erst seit der Corona-Pandemie, dass die Zustände in weiten Teilen der Fleischindustrie unhaltbar sind. Bereits im letzten Jahr haben uns die Arbeitsschutzkontrollen in den nordrhein-westfälischen Schlachthöfen vor Augen geführt, dass der Preiskampf in der Fleischwirtschaft zu Lasten der Beschäftigten geführt wird. 

Besonders betroffen sind ausländische Werksvertragsarbeitnehmer, die aufgrund von Subunternehmerstrukturen keine Möglichkeiten haben Ihre Rechte durchzusetzen. Diese leiden zudem unter mangelndem hygienischem Schutz in ihren oftmals unwürdigen Unterkünften. An diesen Konstrukten muss sich dringend etwas ändern. Das Schlachten und die Verbreitung von Fleisch gehört zum Kerngeschäft, es ist nicht nachvollziehbar, dass dieses dauerhaft durch Werkverträge oder durch Arbeitnehmerüberlassungen ausgegliedert wird. 

Es ist wichtig, dass wir jetzt ein klares Signal gegen diese Form der Arbeitsausbeutung und gegen den unfairen Wettbewerb in der Brache setzen. Entlohnung und gleiche Arbeitsbedingungen sind auch Bestandteil der aktuellen Entsenderichtlinie, deren Umsetzung wir schnellstmöglich angehen müssen.“