19.
Dez 2017

Selbstbestimmungsrecht der Eltern stärken

Uwe Schummer MdB und Daniel Büter, Deutscher Gehörlosen-Bund e.V., vor dem Weihnachtsbaum im Paul-Löbe-Haus.

Uwe Schummer MdB und Daniel Büter, Deutscher Gehörlosen-Bund e.V., vor dem Weihnachtsbaum im Paul-Löbe-Haus.

Circa 80 000 gehörlose und rund 16 Millionen schwerhörige Menschen leben in Deutschland. Unterschiedliche Hilfsmittel und Verständigungswege ermöglichen ein in weiten Teilen barrierefreies Leben. Allen voran die Gebärdensprache. Des Weiteren können sich Eltern von betroffenen Kindern für ein sogenanntes Cochlea-Implantat entscheiden. Letzteres war Thema des in der vergangenen Woche stattgefundenen Gespräches zwischen dem Bundestagsabgeordneten und Beauftragten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Menschen mit Behinderung, Uwe Schummer, und Vertretern des Deutschen Gehörlosen-Bundes.

Einig waren sie sich darüber, dass bei jeder Entscheidung – ob für oder gegen ein Cochlea-Implantat – immer das Selbstbestimmungsrecht der Eltern bewahrt werden müsse. Ferner sei die Gebärdensprache aufzuwerten. Diese sei eine eigenständige Sprache, die durch gezielte Maßnahmen – wie die Einführung eines Wahlpflichtfachs in der Schule – weiter gestärkt werden müsse. Uwe Schummer unterstützt zudem ein Forschungsprogramm, das die Langzeitfolgen von Cochlea-Implantaten untersucht. „Es ist nicht hinnehmbar, dass bei einem so wichtigen Thema keinerlei Daten, Zahlen und Fakten vorhanden sind. Dies muss geändert werden“, so Uwe Schummer.