10.
Aug 2017

Rote Hände aus Viersen: Für mehr Friedenserziehung und Präventionsprogramme

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Bereits seit einigen Monaten unterstützt der KKV die zentrale Forderung des Deutschen Bündnis Kindersoldaten und der Aktion „Rote Hand“ gegen den Einsatz von Kindersoldaten weltweit. Nun wurden rote Hände aus Viersen an den Bundestagsabgeordneten Uwe Schummer (CDU) übergeben.
Viersen – Ob Syrien, Afghanistan, Kolumbien oder Kongo: Überall auf der Welt werden Kinder gezwungen in kriegerischen Auseinandersetzungen zu kämpfen. Dabei handelt es sich um eine eklatante Kindesrechtsverletzung und ein schweres Verbrechen, wenn Jungen und Mädchen als Kindersoldaten eingesetzt werden. Diese Kinder zu schützen ist das Ziel der Aktion „Rote Hand“, die ebenfalls von dem katholischen Sozialverband KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, unterstützt wird. Hierzu sammelte in Viersen die stellvertretende Bundesvorsitzende Iris Kater zahlreiche rote Hände und die Viersener, darunter der Kleingartenverein Bebericher Grund, nutzten ihre Hand für dieses Projekt gerne als roten Stempel.
„Es ist von großer Wichtigkeit, dass die staatlichen und internationalen Finanzmittel für Präventions- und Reintegrationsprogramme für Kindersoldaten deutlich erhöht werden“, unterstreicht Iris Kater, stellv. Bundesvorsitzende des KKV. „Wir engagieren uns für eine verbindliche Verankerung der Friedenserziehung in Lehrplänen und der Lehrerausbildung.“
Übergeben wurden diese Hände nun als warnender Appell an den Abgeordneten Uwe Schummer (CDU), der ebenfalls mit seiner roten Hand die Aktion unterstützt. “Kinder brauchen Bildung und sie sollen leben; nicht zu Kampfmaschinen gedrillt werden“, so Uwe Schummer (MdB).
Die Aktion „Rote Hand“ entstand in Deutschland 2003 und breitete sich schnell international aus. Mittlerweile wurden fast vier Millionen rote Hände gesammelt und an Politiker übergeben, um auf diese eklatante Kindesrechtsverletzung aufmerksam zu machen.