03.
Dez 2015

Parlamentarischer Abend der Lebenshilfe NRW im Landtag

Die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung stand im Mittelpunkt eines Parlamentarischen Abends der Lebenshilfe NRW im Landtag. Die Selbsthilfeorganisation setzt sich seit mehr als 50 Jahren für Behinderte, ihre Familien und Angehörigen ein. Durch den Abend führten Wettermoderatorin Claudia Kleinert und Sportjournalist Manni Breuckmann, beide Botschafter der Lebenshilfe.

Landtagspräsidentin Carina Gödecke würdigte in ihrer Begrüßungsrede die Arbeit der Lebenshilfe. „Gott sei Dank gibt es immer und fast zu jeder Zeit Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht. Und wenn sie dann noch diesen Dienst für die Gemeinschaft tun, damit unser Zusammenleben besser funktioniert und zusätzlich menschliche Wärme erfährt, dann fasziniert mich das und hat unsere Wertschätzung, unsere Anerkennung und unseren Dank verdient.“

Gödecke ermutigte die Lebenshilfe ausdrücklich, weiter die Änderung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen einzufordern, um die Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung sicherzustellen. „Bleiben Sie fordernd! Lassen Sie nicht locker! Nennen Sie beim Namen, was falsch läuft.“ Nur so könne sich etwas verändern.

Der Landesvorsitzende der Lebenshilfe, der Bundestagsabgeordnete Uwe Schummer, begrüßte die Gäste als „Kraftfelder“ der Lebenshilfe und der Politik. Er freue sich, dass die Lebenshilfe am Vorabend des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung den ersten Parlamentarischen Abend im Landtag durchführen könne.

Die Lebenshilfe war 1964 von Eltern von Kindern mit geistiger Behinderung und interessierten Fachleuten gegründet worden, die sich in örtlichen Lebenshilfe-Vereinigungen zusammengeschlossen hatten. Heute ist er der Landesverband für die 76 Orts- und Kreisvereinigungen in Nordrhein-Westfalen mit mehr als 400 Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung. Ihm gehören rund 22.000 Mitglieder an. Im ganzen Bundesgebiet gibt es rund 550 Orts- und Kreisvereinigungen, die in insgesamt 16 Landesverbänden zusammengeschlossen sind. Diese gehören wiederum alle der Bundesvereinigung Lebenshilfe an.

 

Foto: Landtagspräsidentin Carina Gödecke (2.v.r.) mit (v.l.) dem Landesvorsitzenden der Lebenshilfe NRW, Uwe Schummer, und den Moderatoren Claudia Kleinert und Manni Breuckmann.

 

Quelle: Landtag NRW