27.
Mär 2018

Mehr Beteiligung für Akzeptanz und Beschleunigung

Im Herbst sprach Uwe Schummer als heimischer Bundestagsabgeordneter mit Vertretern der Landwirtschaft aus dem Kreis Viersen über den Flächenverbrauch aufgrund von neuen Stromtrassen und dem damit verbundenen Flächenverbrauch sowie Entschädigungszahlungen. Im Koalitionsvertrag  wurde vereinbart: „Wir prüfen die Grundlage für eine finanzielle Beteiligung betroffener Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer an der Wertschöpfung des Netzausbaus, gegebenenfalls sind wiederkehrende Zahlungen eine Option.“

Damit aus der Prüfung ein konkretes Ergebnis wird, haben sich Uwe Schummer und zwölf weitere Bundestagsabgeordnete an Bundeswirtschaftsminister, Peter Altmaier, gewandt und um ein Gespräch für die Umsetzung gebeten. Die mit der Energiewende notwendig gewordene Verbesserung von Transportkapazitäten für Gas und Strom in Deutschland halten die Abgeordneten für dringend geboten. Leitungsbauprojekte, wie die von Amprion geplante Trasse durch den Kreis Viersen, bewirken neben der Trassennutzung aber weiteren Flächenentzug für den naturschutzrechtlichen Ausgleich. Flächen, die Landwirtschaft und Kommunen fehlen. Die Politiker fordern ein, Flächen im Zusammenhang mit der Energiewende grundsätzlich in der Klimabilanz zu berücksichtigen. Ziel muss es sein, Klimaschutz nicht als Konkurrenz zum Naturschutz zu verstehen, sondern als Beitrag zum Erhalt der Natur und Artenvielfalt. Außerdem können durch eine bodenschonende Bauausführung und die Rekultivierung die Eingriffe auf ein Minimum zurückgeführt werden.

„Um die Akzeptanz der von Amprion geplanten Leitung zu erhöhen, soll den Grundstücksbesitzern  eine wiederkehrende Entschädigung gezahlt werden. Eine solche Regelung gibt es in Bayern. Dies ist auch fair, weil die Flächen nicht nur einmalig, sondern dauerhaft bereitgestellt werden müssen“, unterstreicht Uwe Schummer.