12.
Jun 2013

In die Zukunft investieren

2013-06-12

Gemeinsam mit dem Leiter der Agentur für Arbeit, Ingo Zielonkowsky, besuchte der heimische Bundestagsabgeordnete Uwe Schummer das Unternehmen „HC -Helmut Clemens- GmbH“ in Nettetal. Das Ziel der Agentur für Arbeit und der Politik ist klar definiert. „Wir wollen für mehr Ausbildung im Kreis Viersen werben“, betont der Chef der Arbeitsagentur. Eine mittelfristige Personalstrategie der Unternehmen, der reibungslose Übergang zwischen Schule und Beruf, aber auch die persönliche Ansprache seien Voraussetzungen, um einem drohenden Fachkräftemangel zu begegnen. Das Nettetaler Familienunternehmen ist gut aufgestellt. Vater Helmut und Sohn Dominik kümmern sich um den Ablauf in der Werkstatt und Mutter Christel ist für das Finanz- und Rechnungswesen zuständig. Helmut Clemens hat sich frühzeitig dafür eingesetzt, dass sein Sohn eine Perspektive im Unternehmen hat und so einen Generationswechsel ermöglicht. Gemeinsam mit 10 Mitarbeitern – 4 von ihnen haben einen Meisterbrief – arbeiten Vater und Sohn an Aufträgen aus der Automobil-, der Medizin- sowie der Verpackungsindustrie. „Unsere Aufgabe es ist, Einzelteile für Maschinen herzustellen, die später in der Produktion eingesetzt werden“, erläuterte Dominik Clemens. Beim Rundgang durch das Unternehmen konnten Uwe Schummer und Ingo Zielonkowsky beispielsweise ein Maschinenteil für die Produktion von Teebeuteln in Augenschein nehmen. Neben der „Handarbeit“ kommt es insbesondere auch auf die Denkarbeit bei der Produktion an. Ein kleiner Fehler kann dazu führen, dass das Produkt nicht eingesetzt werden kann. Am Ende kann eine Abweichung von wenigen Hundertsteln dazu führen, dass der Artikel nicht eingesetzt werden kann. Seit einem Jahr bildet das Unternehmen aus. Ein Auszubildender arbeitet bereits in der Talentschmiede. Am 1. August werden zwei weitere sehr zur Freude von Ingo Zielonkowsky und Uwe Schummer folgen. „Wichtig ist insbesondere, dass die Jugendlichen in mehreren Praktikas Erfahrungen sammeln, um sich eine konkrete Vorstellung von unterschiedlichen Berufsfeldern zu verschaffen und so nach ihrem Schulabschluss eine Entscheidung treffen können, wie es weitergehen soll“, so Ingo Zielonkowsky In diesem Zusammenhang betonten der Leiter der Agentur und der Politiker die Zusammenarbeit der Unternehmen mit der Hochschule Niederrhein und der Fontys in Venlo und warben für ein duales Studium. „Rund 50 Prozent eines Jahrgangs wollen studieren. Leider liegt die Studienabbruchsquote bei rund 40 Prozent. Bei einem dualen Studium besteht die Möglichkeit vom Erwerb von zwei Abschlüssen, dem Bachelor und der Kammerprüfung. Außerdem wird die Theorie mit der Praxis verknüpft“, so der Abgeordnete.