04.
Mär 2016

Grenzüberschreitende Berufsausbildung und Integration

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Die Gleichwertigkeit von Studium und Ausbildung ist dem Bildungsexperten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Uwe Schummer MdB, besonders wichtig. So hat er sich mit dem Hauptgeschäftsführer der IHK – Mittlerer Niederrhein, Jürgen Steinmetz, der Geschäftsführerin der Abteilung Aus- und Weiterbildung, Petra Pigerl-Radtke, und dem Viersener Kreisdirektor Ingo Schabrich getroffen, um über die Stärkung der Berufsausbildung – vor allem über die grenzüberschreitende mit unseren niederländischen Nachbarn – zu sprechen.

Aber auch die aktuelle Herausforderung der Flüchtlingssituation und mögliche Lösungsansätze waren Thema des Gespräches. Alle waren sich darüber einig, dass Arbeit erfolgreiche Integration bedeutet. Schummer: „Wir müssen schauen, dass Flüchtlinge in Ausbildung kommen. Arbeit schafft Beschäftigung. Beschäftigung schafft Integration. Selbst wenn jemand nach drei Jahren Ausbildung in sein Heimatland zurückgeht, haben wir nichts verloren. Eine bessere Hilfe für den Wiederaufbau der Bürgerkriegsländer gibt es nicht.“

Jürgen Steinmetz verdeutlichte, dass viele deutsche Unternehmen Flüchtlingen eine Chance auf dem Ausbildungsmarkt geben möchten. Vor allem aber sollten Instrumente, die bereits erfolgreich in der Praxis umgesetzt worden sind wie das Elterncafé, auch bei Flüchtlingsfamilien eingesetzt werden. Pigerl-Radtke: „Viele Eltern, die mit ihren Kindern nach Deutschland geflohen sind, kennen selbstverständlich das deutsche Ausbildungssystem nicht. Diese Wissenslücken könnte man hervorragend bei gemeinsamen Gesprächen schließen. Damit würden wir der Integration der Menschen einen wichtigen Schritt näher kommen“.