12.
Okt 2016

Ehrenamt schafft Lebenshilfe

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Diese Woche wurde in Berlin der „mitMenschPreis“ des Bundesverbandes evangelische Behindertenhilfe e.V. vergeben. Initiativen, die Menschen unterstützen und ihnen Teilhabe am Leben ermöglichen, werden ausgezeichnet. Diesjähriger Gewinner – des mit 10.000 Euro dotierten Preises – ist das „Ehrenamt Rückwärts“ der Lebenshilfe des Kreises Viersens. Insgesamt standen 75 Projekte aus ganz Deutschland zur Auswahl.

Esther Mand, die das Projekt initiierte, nahm gemeinsam mit Uwe Schummer MdB, der auch Landesvorsitzender der Lebenshilfe NRW ist, den Preis entgegen. „Jeder Mensch hat Talente, kann etwas leisten. Dass das „Ehrenamt Rückwärts“ diesen Leitsatz lebt, ist vorbildlich. Der „mitMenschPreis“ ist Ansporn, dass dieses Projekt bundesweit ausstrahlt“, so Schummer.

Hintergrund des Projektes ist, dass die Willicher Tafel im Oktober 2015 Ehrenamtler für den Bringdienst der Lebensmittel suchte. Diese Aufgabe haben Bewohner der Wohnstätte „Unser Haus“ aus Wekeln in Willich übernommen. Aufgrund ihrer schweren Behinderung können sie keiner geregelten Arbeit nachgehen. Arbeit gibt Anerkennung, prägt den Menschen. Dies zeigt auch das Projekt. Mit dem Ehrenamt kommen Talente zum Vorschein. Die Bewohner, die selbst Hilfe erfahren, helfen anderen. Sie haben eine Aufgabe, erfahren Anerkennung durch Bürger und werden selbstbewusster. Ein zusätzlicher Erfolg: Niemand muss mehr Psychopharmaka einnehmen.