Meine Woche

Montag
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Montags beginnt die Sitzungswoche des Deutschen Bundestages mit de Treffen der Landesgruppe.  Bei dieser Sitzung kommen alle Unionsabgeordneten aus Nordrhein-Westfalen zusammen. Auf dem Weg ins Büro muss man sich also schon mal informieren.

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Im Bundestag angekommen muss ich mich, wie an jedem Tag der Sitzungswoche, immer erst in die Anwesenheitsliste eintragen. Wer nicht da ist oder es vergisst, zahlt Strafgeld. In der Regel sind jedoch neunzig Prozent der Kollegen da, der Rest ist auf Dienstreisen oder krank.

 

Dienstag
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Dienstags tagt um 9 Uhr die Facharbeitsgruppe Bildung und Forschung der Unionsfraktion. Im Europasaal des Paul-Löbe-Hauses besprechen wir mit allen Experten über die Themen der morgigen Ausschusssitzung.

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Ebenfalls am Dienstag treten die sogenannten Soziologischen Gruppen zusammen. Von der Jungen Gruppe bis zu den Senioren, von den Frauen bis zu den Mittelständlern ist alles vertreten. Als alter CDAler gehe ich zu den Treffen der Arbeitnehmergruppe, deren Stellvertretender Vorsitzender ich bin.

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Alles das, was zuvor in Arbeitskreisen, Gruppen und Ad-hoc-Kommissionen besprochen wurde, kommt am Dienstag um 15 Uhr bei der Fraktionssitzung nochmals auf die Tagesordnung. Im Reichstagsgebäude bespreche ich mit meinen 219 Kollegen, wie wir die trockenen Beschlüsse in konkretes Handeln übersetzen.

 

Mittwoch
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Der Mittwoch startet mit den Sitzungen der Ausschüsse. Als Beauftragter der Unionsfraktion für die Belange behinderter Menschen bin ich sowohl im Ausschuss für Arbeit und Soziales, als auch im Ausschuss für Bildung und Forschung eingebunden. Es tut gut, dass hier Kollegialität in den Ausschüssen groß geschrieben wird – auch über Parteigrenzen hinweg. Anders als oft vermutet wird im Bundestag nicht nur gestritten, im Gegenteil: Etwa achtzig Prozent der Entscheidungen im Ausschuss fallen einstimmig.

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Auch die Abende sind in Berlin fast immer verplant. Zwischen oder nach den Abstimmungen laden mich oft Verbände der Behindertenhilfe zu Diskussionen, zu denen ich natürlich gerne komme. Genauso wichtig ist es aber, sich ab und zu auch mal einen Abend freizuhalten. Am liebsten entspanne ich dann bei guter Musik oder im Steakhaus.

 

Donnerstag
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Die erste „richtige“ Plenarsitzung beginnt am Donnerstag um 9 Uhr im Reichstagsgebäude. Ohne Pause kann sich die Tagesordnung bis spät in die Nacht hinziehen. Sitzungen bis 22 Uhr sind keine Seltenheit, ab und zu geht es auch bis 3 Uhr nachts. Die Abgeordneten gehen deshalb nur bei ihren Fachthemen oder bei Abstimmungen ins Plenum. Der oftmals leere Plenarsaal zeigt also nur: In den Büros wird gearbeitet.

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Mit über 2.000 Besuchern pro Jahr, gehöre ich zu den meistbesuchten Abgeordneten im Deutschen Bundestag. Alle Besucher bekommen dabei eine persönliche Führung durch den Bundestag. Wenn ich in Berlin bin in der Regel durch den Abgeordneten. Bin ich verhindert übernehmen meine sachkundigen Mitarbeiter. Besonders gerne stelle ich meinen Lieblingsraum im Parlament vor. Es ist, abseits von allem Trubel, unser stiller Andachtsraum.

 

Freitag

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Bevor es am Freitag Abend wieder zu Terminen in den Wahlkreis geht, muss der Schreibtisch im Büro leer sein. Dank neuster Technik habe ich meine eMail-Postfach zwar immer dabei, aber das Gespräch mit meinen Mitarbeitern ist nicht zu ersetzen. Es ist schön zu wissen, dass mir hier der Rücken freigehalten wird.